Mal gelten sie als visionäre Wirtschaftslenker, mal als "Nieten in Nadelstreifen" - das Ansehen der Manager kennt eine Konjunktur eigener Art. Nach Steuer- und Spitzelaffären ist es mit der Finanzkrise in der Talsohle angekommen. Jenseits von Heuschrecken-Hetze und stromlinienförmiger PR-Propaganda weiß aber eigentlich niemand, wie die leitenden Angestellten der Deutschland AG wirklich ticken: Wie differenziert sehen sie ihren Berufstand? Wie gehen sie mit dem permanentem Hochdruck um? Mit welchen Eselsbrücken stellt man sich 12stellige Zahlen vor? Solchen Fragen gehen Barbara Nolte und Jan Heidtmann in den Gesprächen nach, die sie mit deutschen Topmanagern - darunter Hartmut Mehdorn, Rene Obermann, Frank Appel und Jürgen Hambrecht - geführt haben. Entstanden ist eine Sammlung offener Zeugnisse, die einen Einblick in das unbekannte Leben auf der Vorstandsetage geben.
Ulrike Herrmann hat diese 12 Interviews mit deutschen Managern nicht ohne Interesse gelesen. Einige Aussagen fand sie durchaus "erhellend", etwa wenn Heinrich von Pierer beschreibt, wie man schwierige Kunden für sich gewinnt. Alles in allem jedoch bieten die Gespräche kaum mehr als Anekdoten, meint sie. Heikle Fragen - etwa nach den Leistungen nicht immer angemessenen Gehältern - würden gar nicht erst gestellt.
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