Aus dem Französischen von Elise Clement und Tilla Fuchs. Herausgegeben von Ralph Schock. Der saarländische Übersetzer Eugen Helmlé bekam 1965 den Auftrag, den Debütroman "Die Dinge" des Pariser Autors Georges Perec ins Deutsche zu übertragen. Aus einer Nachfrage wegen einer unklaren Vokabel entstand über die Jahre ein intensiver Briefwechsel zwischen zwei Männern, die die Lust an Sprache und Literatur über die Landesgrenzen hinweg verband. Helmlé besuchte Perec in Paris, Perec Helmlé in Sulzbach. Perec offenbarte seinem Übersetzer viele in seinem Werk verwobene Inspirationen und Anspielungen, Helmlé ließ ihn an seiner Arbeit an den Grenzen der Sprache teilhaben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.05.2015
Jürgen Ritte freut sich über den von Ralph Schock herausgegebenen Briefwechsel zwischen Georges Perec und seinem deutschen Impresario Eugen Helmlé. Was Ritte hier erfährt, geht über Einblicke in die Geheimnisse des nicht leicht zu konsumierenden Perec'schen Werks hinaus. Die von 1966 bis 1982 währende Korrespondenz zeigt dem Rezensenten die Freund- und Komplizenschaft der beiden Schreiber in großer Intensität und verdeutlicht ihm die Schwierigkeiten des Schriftstellerdaseins, die langsame Verwirklichung von Ideen und Projekten und die leidige Sache mit dem Geld. Für Ritte spannend und schön zu lesen.
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