Unter Mitarbeit von Corinne O'Kelly und Andrew Postman. Aus dem Amerikanischen von Almuth Braun. Eugene O'Kelly hatte es geschafft. Er war Vorstandsvorsitzender einer der größten und renommiertesten Wirtschaftsprüfergesellschaften der Welt: KPMG. In dieser wichtigen Rolle führte er ein erfülltes Leben - zumindest ein erfülltes Geschäftsleben. Seine Reisen waren 18 Monate im Voraus geplant, er flog um die ganze Welt für einen 20-minütigen Termin, nur um anschließend wieder 24 Stunden Flugzeit in Kauf zu nehmen. Sein Job war ihm wichtig - mehr als alles andere. Doch Eugene erfuhr, dass er diese Welt verlassen musste - schon sehr bald. Maximal noch 3 Monate habe er zu leben, so die Ärzte. Eine Schreckensbotschaft würde man meinen - doch nicht für Eugene. Er krempelte sein Leben um und erkannte, was wirklich wichtig ist im Leben - und im Sterben. Dieses Buch ist das Journal seiner letzten Monate, geschrieben von ihm selbst und beendet von seiner Frau.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2007
Über dieses Buch hat Christian Geyer zwei Meinungen. Eugene O'Kellys Protokoll des eigenen Todes findet er "in seiner Nüchternheit" bewegend und unheimlich zugleich. Die generalstabsmäßige Ordnung der Verhältnisse des Lebens angesichts des absehbaren Todes und die Zumutung dieser Perfektion bis zuletzt für den Leser kommen ihm mitunter derart unwahrscheinlich vor, dass er mutmaßt, der Autor verfolge damit eine "Strategie des Verbergens". Andererseits ist es gerade die Unmöglichkeit, den Authentizitätsgehalt der Aufzeichnungen zu klären, die das Buch für Geyer zum "literarischen Ereignis" macht.
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