Eva Lapido

Räuber

Roman
Cover: Räuber
Karl Blessing Verlag, München 2021
ISBN 9783896676788
Gebunden, 544 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Wem gehört die Stadt? Als die Sozialwohnung verkauft wird, in der er mit seiner Mutter lebt, weiß Olli Leber, was das zu bedeuten hat: Menschen wie er haben kein Recht mehr auf ein Leben im Zentrum Berlins. Doch der junge Bauarbeiter will sich nicht stillschweigend entsorgen lassen und bläst zum Gegenangriff. In Amelie Warlimont findet Olli eine unverhoffte Mitstreiterin, denn die bekannte Journalistin hat alte Rechnungen zu begleichen und ihre eigenen Gründe, sich von der Stadt verraten zu fühlen. Gemeinsam ziehen die beiden in einen Kampf um Gerechtigkeit. Ein Kampf, der immer mehr außer Kontrolle gerät.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.06.2021

Rezensentin Cornelia Geißler unterhält sich gut mit Eva Ladipos Roman über den Haltverlust durch Gentrifizierung im Berliner Szenebezirk. Auch wenn mitunter ungute Sozialromantik durchschimmert, die Rezensentin über Plattitüden stolpert und einige Fakten nicht stimmen, kann Geißler dem Text mehr abgewinnen als Tagesaktualität. Sozialkritik trifft "muntere" Handlung trifft treffsichere Dialoge und originelle Einzelschicksale, meint Geißler.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.03.2021

Rezensentin Sabina Zollner fragt sich schon, woher Eva Ladipo ihre Informationen über Klassenmerkmale und Bildungsgefälle nimmt, aus denen die Autorin ihre Geschichte um eine von der Gentrifizierung bedrohte Arbeiterfamilie am Rand des Prenzlauer Berges zusammenzimmert. So ganz abnehmen mag sie Ladipo den im Buch ausgetragenen Kampf zwischen biertrinkenden Arbeitern und solidarischen Bobos einerseits und den Hütern des Wohnraums andererseits jedenfalls nicht. Gleiches gilt für die Liebesgeschichte zwischen einem Bauarbeiter und einer Journalistin im Text. In Dialogen und Gedanken kommen ihr die Figuren allerdings durchaus nahe - und nicht nur als durch ihre soziale Situation charakterisierte Pappfiguren.
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