Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann und Rita Seuß. Ein Tatsachenroman über die geheimen Aktionen der CIA, über die Schattenwelt von Politik und Macht und den "amerikanischen Geist" in Europa.Als der Journalist Fabrizio Gatti von einem angeblichen CIA-Agenten kontaktiert wird, der ihm seine Geschichte anvertrauen will, ist er zunächst skeptisch. Doch als "Simone Pace" ihm bei ihren klandestinen Treffen von den unzähligen verdeckten Aktionen des mächtigsten Geheimdienstes der Welt erzählt, in die er selbst involviert war, beginnt Gatti ihm zu glauben, recherchiert, führt Interviews mit Zeugen.Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte einer geheimen Einheit der CIA, die versteckt Einfluss auf die europäischen Demokratien nimmt. Sie haben getötet, Parteien finanziert, Anschläge unterstützt. Die Liste ihrer Operationen umfasst Verbrechen, die in einem Zeitraum von dreißig Jahren verübt wurden. In Brüssel sind sie an der Ermordung Gerald Bulls beteiligt, in Italien haben sie bei der Revolution der Justiz ihre Hand im Spiel. Sie stehlen die Kommunikationscodes von Putins Russland, Bankgeheimnisse aus der Schweiz. Sie entführen islamistische Imame.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.05.2020
Kai Spanke betont in seiner Besprechung zweierlei: Einerseits dass Fabrizio Gatti ein renommierter italienischer Investigativ-Journalist ist, andererseits dass er sein Buch als Vexierspiel zwischen Fakt und Fiktion anlegt. Im italienischen Original als Romanzo, in der deutschen Fassungs als Tatsachenroman annonciert, fungiert der "Amerikanische Agent" als Bericht eines Journalisten, dem ein amerikanischer Agent in E-Mails Enthüllungen zu heiklen Geheimdienst-Aktionen anbietet, etwa der Ermordung eines Ingenieurs, der Saddam Hussein einst eine Superkanone verkaufen wollte. Als Leser der Rezension fragt man sich, ob Spanke Gattis Schwanken zwischen Recherche und Fantasie nicht ein wenig frustriert hat, doch Spanke verfolgt diese Geschichte offenbar interessiert. Er muss jedoch zugeben, dass Gatti ihn literarisch nicht unbedingt überzeugt.
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