Der 11. September 2001 veränderte die CIA grundlegend. Aus dem Geheimdienst, der seine Kernaufgaben - Spionage und Spionageabwehr - nach dem Kalten Krieg so gut wie aufgegeben hatte, wurde eine Organisation, die Foltergefängnisse baute und tödliche Drohnenangriffe durchführte. Tim Weiner erzählt gewohnt mitreißend die fesselnde Geschichte der CIA im 21. Jahrhundert, die von 9/11 über die Kriege in Afghanistan und im Irak bis hin zu den heutigen Konflikten mit Russland, China und dem Iran reicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2025
Ein lesenswertes Buch über Geheimdienste legt Tim Weiner hier laut Rezensent Peter Sturm vor. Der Autor geht Sturm zufolge von der Prämisse aus, dass Geheimdienstarbeit notwendig ist, um Nationalstaaten zu schützen, und dass Geheimdienste auch in der Lage sein müssen, zu Mitteln zu greifen, die juristisch problematisch sind. Im Zentrum des Buches steht das Verhältnis zwischen Geheimdienst und Regierung, wobei sich immer wieder die Problematik zeigt, dass Geheimdienste sich gezwungen sehen, sich der Auffassungen der Politik anzudienen, auch wenn das heißt, wenig überzeugende Informationen abzuliefern. Weiner zeigt dies dem Rezensenten unter anderem mit Blick auf den Kampf gegen den Terror und den Sturz des irakischen Regimes mithilfe der fingierten Behauptung von der Existenz von Massenvernichtungswaffen auf. Nicht ganz zufrieden ist Sturm, wenn Weiner so tut, als wüsste er über die Beweggründe der beteiligten Politiker in diesem und anderen Zusammenhängen Bescheid. Insgesamt jedoch finden sich hier viele kluge Erkenntnisse, setzt Sturm fort, durchaus auch mit Blick auf Trump und den vom Autor dieses Buches übrigens ganz und gar nicht geschätzten Julian Assange.
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