Aus dem Italienischen von Christel Galliani. Herausgegeben von Tullio Kezich und Vittorio Boarini. Mit einem Beitrag von Vincenzo Mollica. Die Welt, die der große italienische Regisseur in seinem Traum-Kino entstehen ließ, steht seinen schillernden Filmen in nichts nach. Im Gegenteil. Fellinis "Buch der Träume", in das er zwischen den 1960er- und 1990er-Jahren Visionen, Träume und Albträume notierte und mit unzähligen Zeichnungen illustrierte, entpuppt sich als grandiose Sammlung allerlei unterschiedlicher Phantastereien. Bilder, die verzaubern, Texte, die amüsieren und verstören und auf den zweiten Blick offenbaren, dass Träume für Fellini auch Inspirationsquelle für viele seiner Filme waren. Szenen, Charaktere, berühmte Persönlichkeiten der Gesellschaft und Filmszene neben allerlei Figuren des Unterbewusstseins scheinen auch sie ihre Wiedergänger in den Träumen des Regisseurs gehabt zu haben. Erstmals werden die rauschhaften Bilder und Texte nun in ihrer Gesamtheit faksimiliert und transkribiert veröffentlicht. Sie gewähren tiefe Einblicke in die Gefühle und Bilderwelten des großen Cineasten. Ein Sammlerstück für alle Fellini-Fans!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.06.2008
Fritz Göttler kennt das alles, den Glanz, das Kafkaeske, die überbordende todesnahe Fantasie Federico Fellinis. Doch derart ungebändigt wie in diesem Schwergewicht von einem Band ist er ihm noch nicht begegnet. Fellini aus nächster Nähe und in zwei Abteilungen (1960-68 und 1973-82) unterteilt. Für Göttler Stoff für Monate, wenn nicht Jahre der Beschäftigung mit Erinnerungen, nicht Realisiertem, Ereignissen der Filmgeschichte, dem ganzen "Horror" der Kreativität. Fellini als Macher und Erzähler immer dabei, so dass es Göttler vorkommt, als spiele hier das eigentliche Kino des Meisters und die Filme seien nur ein "Abglanz".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…