Aus dem Spanischen von Enrique Beck. Weltbekannt ist Federico García Lorca durch seine Theaterstücke und seine Lyrik geworden. Aber Prosa? Auch wenn es sich nur bei einem kleinen Teil um genuin literarische Texte handelt, sind Lorcas Vorträge, Ansprachen und Interviews oft durch einen ausgesprochen poetischen Charakter der Sprache gekennzeichnet. Diese Texte eröffnen uns Zugänge zum Verständnis seines dramatischen und lyrischen Werkes. Wertvolle Informationen über sein Leben liefert darüber hinaus Lorcas Korrespondenz: In Briefen schrieb er gern über seine Projekte und erbat Beiträge für seine ehrgeizige, aber kurzlebige Literaturzeitschrift "Gallo". Seinen Freunden schickte er Manuskripte oft in Versionen, die von den publizierten Fassungen abweichen , und erwähnte auch zahlreiche nie veröffentlichte, vielleicht verschollene oder gar nie geschriebene Texte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2013
Ralph Hammerthaler ärgert sich ausgiebig über diesen dritten Band der Lorca-Ausgabe im Wallstein, die jeden Ehrgeiz vermissen lasse und einfach nur die den entsprechenden Band der Insel-Ausgabe von 1982 nachdrucke, wenn auch in ansprechender Aufmachung. Grundlage dieser Ausgabe sind die Übersetzungen von Lorcas altem Kampfgefährten Enrique Beck, die seit Jahren heftige Kritik auf sich zieht. Vorsorglich hat sich Hammerthaler also sein eigenen Urteil abgesichert: "Sie gelten als altbacken, schwülstig und schlummerliedhaft verkitscht, und zum Teil sind sie es auch." Sehr klar aber vermisst der rezesnent Anmerkungen, Erläuterungen und einen Verweis auf die vertrackte Editionsgeschichte und Rechtelage. Positives kann Hammerthaler dann aber über die Texte selbst sagen, die Vorträge (etwa über die Schwermut spanischer Wiegenlieder) oder die Briefe an Dali haben ihn völlig in den Bann gezogen.
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