Keine andere Wachstumsregion der Welt birgt so viele Gegensätze wie die Länder am Persischen Golf. Kamele und Ferrari, Bildungsimport und Ausbeutung, Schleier und Schihallen. Wir sind fasziniert von Wüstenromantik, unermesslichem Reichtum und Bauten der Superlative. Wir haben Ressentiments gegenüber Verschleierung, Patriarchat und den Zwängen einer Religion, die unversöhnlich gegenüber dem Wertekanon westlicher Demokratien zu sein scheint. Wie die Realität der Länder am Golf aussieht und wie ihre Menschen dort leben, analysiert die Arabien-Reisende und Journalistin Felicia Englmann. Sie beschreibt typische Alltagssituationen, verknüpft sie mit ihren historischen Wurzeln und wirft einen Blick auf den Wandel, der diese Gesellschaft erfasst hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2011
Eine "flotte und lesenswerte" Einführung in das Leben am Golf nennt Rezensent Rainer Hermann diesen Reisebericht. Felicia Englmann macht Hermanns Ansicht zufolge ihre Leser mit dem für die Golfstaaten nötigen Grundwissen vertraut, und zwar durchaus mit Witz. So lernt er, dass sich Frauen am Golf nicht von Männer unterdrückt fühlen, sondern von westlichen Feministinnen bevormundet, dass man am Golf immer auf Statussysmbole achten muss und dass die dortige Mittelklasse nicht dem Fundamentalismus verhaftet sei, sondern Aufstieg, Wohlstand und Fleiß.
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