Felicitas Horstschäfer, Frank M. Reifenberg

Wo die Freiheit wächst

Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten (Ab 14 Jahre)
Cover: Wo die Freiheit wächst
ars edition, München 2019
ISBN 9783845822747
Gebunden, 384 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Mut zur Freiheit statt Angst und blinde AnpassungKöln, 1942. Lene Meister ist 16 Jahre alt und Auszubildende in einem Friseursalon. Doch der Zweite Weltkrieg raubt ihr viel von dem, was sich ein Mädchen in ihrem Alter erträumt. Ihre Heimatstadt wird seit einem Jahr regelmäßig von Bombenangriffen erschüttert. Lene lässt sich aber nicht unterkriegen und versucht tapfer, die Familie zusammenzuhalten. Mit jeder neuen Todesnachricht von der Front und mit dem allmählichen Verschwinden ihrer jüdischen Freunde beginnt sie mehr am NS-Regime zu zweifeln.In dieser Zeit zwischen Furcht, Verzweiflung und Hoffnung lernt sie Erich kennen und verliebt sich. Bald entdeckt Lene, dass Erich ein gefährliches Spiel spielt. Er gehört zu den Jugendlichen, die nicht in Reih und Glied marschieren wollen: zu den Edelweißpiraten. Sie tragen keine Uniformen und singen ihre eigenen Lieder. Sie beschmieren die Wände mit Anti-Nazi-Parolen und teilen regimekritische Flugblätter aus. Und das alles ist der Gestapo ein großer Dorn im Auge.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.12.2019

Ralf Husemann lobt den Briefroman von Frank Maria Reifenberg, der die Verzweiflung, die Hoffnung und den Lebenshunger junger Widerständler gegen die Naziherrschaft im Köln des Jahres 1942 wiedergibt. Dass der Autor sich nicht zuallererst mit den bekannten "Heldentaten" der Edelweißpiraten befasst, sondern sie als normale Teenager zeigt, die lieben und Fehler machen, gefällt Husemann. Lehrreich ist das Buch laut Rezensent überdies, indem es sich am Forschungsstand zum Thema orientiert.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 03.07.2019

Rezensentin Sylvia Schwab erkennt in Frank Maria Reifenbergs Jugendroman, der die Geschichte der Widerstandsbewegung der "Edelweißpiraten" im NS-Staat anhand der Schicksale einer Gruppe von Jugendlichen erzählt, ein Plädoyer für den Mut, gegen den Strom zu schwimmen. Gut gefallen hat ihr, dass der Text gut recherchiert ist und die Form des Briefromans wählt. Auf die Art, meint sie, lernt die Leserin unterschiedliche Schicksale und Situationen in ganz Deutschland im Kriegsjahr 1942 kennen, erfährt vom Bombenterror in Köln, vom grausamen Frontkampf und vom relativ unbehelligten Landleben in Schlesien und erkennt in jedem Fall die Sinnlosigkeit des Krieges und die Impulse des Widerstands.

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