Felix Mertikat, Benjamin Schreuder

Jakob

Cover: Jakob
Cross Cult Verlag, Ludwigsburg 2010
ISBN 9783941248823
Gebunden, 64 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

Der Tod durch Kinderaugen: Als die Mutter des achtjährigen Jakob "für immer fort geht", macht sich der kleine Junge auf die Suche nach ihr. Aber niemand kennt den Weg zu dem Ort, den sie gegangen ist. Und die, die ihn kennen, die Raben und die Füchse, wollen ihn nicht verraten. Aber Jakob ist bereit, jeden Preis zu bezahlen, um seine Mutter wieder zu finden. Auch den letzten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.08.2010

Der Comic "Jakob" über einen Jungen, der auf der Suche nach seiner Mutter ist und dem das Offensichtliche, ihr Tod, verschwiegen wird, ist in seiner Vielschichtigkeit so traurig wie spannend, findet Oliver Ristau. Autor Benjamin Schreuder und Zeichner Felix Mertikat richteten ihren Comic sowohl an Erwachsene als auch an Kinder, denn es ginge um generationsübergreifende Probleme wie Tod, Ausgrenzung und Einsamkeit. Besonders die Zeichentechnik Mertikats, eine Kombination aus Bleistift und Aquarell, ermögliche Szenen von "großer Intensität" ganz ohne Moralpredigten, so der Rezensent, der "Jakob" daher für ein "lesenswertes" Werk hält.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 01.06.2010

Die Schwierigkeit einer Vermischung der Genres Comic und Kinderbuch ist dem Rezensenten bewusst. Erfreulich für Christian Schlüter, wenn es denn klappt, und dies sogar in Verbindung mit dem heiklen Thema Tod. Schlüter folgt dem kleinen Jakob auf der Suche nach seiner Mutter, die sich als Suche nach dem Tod entpuppt. So unheimlich das Jenseitige bei den Autoren Felix Mertikat und Benjamin Schreuder auch bleibt, so abenteuerlich, fabelhaft und grotesk erscheint dem Rezensenten die Reise des Jungen. Eine neue Wirklichkeit erschließt sich Jakob, eine, wo Raben und Füchse herrschen, voller Vielfalt. Über die Umsetzung ist Schlüter entzückt. Farbenfroh und surreal, und stilistisch vielfältig kommt diese Welt daher und bedeutet dem Rezensenten dies: Was den Tod betrifft, ist eine Unterscheidung zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt wenig sinnvoll.

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