Das Vogler Quartett hat eine unter Kammermusikensembles einmalige Geschichte: 1985 in der "Hauptstadt der DDR" gegründet, gewann es 1986 in Evian den Wettbewerb für Streichquartette, verwandelte sich in eines der international angesagtesten Kammerensembles und ist dies, in unveränderter Besetzung, seit dreißig Jahren geblieben. Wie hält ein Musikerleben über so lange Zeit die künstlerische Spannung? Dieses große Gespräch mit Frank Schneider, langjähriger Intendant des Berliner Konzerthauses, zeigt, wie man nach dreißig Jahren, mit der Wende 1989 mittendrin, die Königsdisziplin der Kammermusik als zukunftsgewisses Projekt interpretieren kann. Dies ist eine sehr persönliche Künstlerbiografie mit Reflexionen zum künstlerischen Selbstverständnis, kunstpolitischem Engagement und, natürlich, dem Alltag zu viert. Das Vogler Quartett besteht aus Tim Vogler (1. Violine), Frank Reinecke (2. Violine), Stefan Fehlandt (Viola) und Stephan Forck (Cello).
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2015
Gern hat sich Rezensent Jan Brachmann vom ehemaligen Intendanten des Berliner Konzerthauses Frank Schneider in "Eine Welt auf sechzehn Saiten" entführen lassen. Denn in den erkenntnisreichen Interviews mit den Musikern des Vogler-Quartetts liest der Kritiker nicht nur die interessante Ensemble-Biografie der Musiker, die sich 1985 in der DDR zusammenfanden und erfährt, dass auch menschlich betrachtet erste Geige und Violoncello als Antipoden auftreten, sondern folgt gebannt den ebenso polemischen wie offensiven Diskussionen über Kunst. Dass dies alles kompetent, aber ganz ohne Arroganz geschieht, macht das Lesevergnügen für den Rezensenten vollkommen.
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