Planetar denken heißt, die Erde als Planeten ernst nehmen: vom Erdkern bis in den interplanetaren Raum, von der Nanosekunde bis zur Tiefenzeit, vom Elementarteilchen bis zur Erdmasse. Stehen Wechselwirkungen zwischen unserem Heimatplaneten und uns im Zentrum, nimmt ein planetares Wissensparadigma Gestalt an. Es geht einher mit der Relationierung menschlicher Existenz im Universum und der Relativierung der anthropozentrischen Sichtweise. So rücken Fragen der Bewohnbarkeit und Gastfreundschaft in den Vordergrund - und die Schaffung neuen Wissens bedeutet stets auch die Schaffung neuer Welten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.11.2021
Rezensent Niklas Elsenbruch empfiehlt das Buch der Politikwissenschaftler Frederic Hanusch, Claus Leggewie und Erik Meyer als Einstieg in das "planetare Denken". Die Forderung der Autoren nach einem ganzheitlichen Erd-Verständnis mit dem Ziel nicht einer Einebnung der Unterschiede zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem, aber einer "erweiterten Anthropologie" und Annäherung, scheint Elsenbruch ein Ansatz zu sein. Bei der Umsetzung des propagierten Denkstils in die Praxis aber gibt es noch viel Arbeit, ahnt der Rezensent. Etwas mehr Ausarbeitung und "originelles" Denken hätte dem Buch nicht geschadet, meint er.
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