Ein bisschen skeptisch steht Rezensent Volker Michael Frédéric Lagranges Abhandlung der ägyptischen Musik - vom Autor als Wiege arabischer Klassik beschrieben - gegenüber. So stört ihn zum Beispiel der musikologisch-analytische Ansatz und "verwirrende Begriffsreichtum", mit dem Lagrange sein Forschungsfeld bearbeitet. Diese Theorielastigkeit ist Michael einen ironischen Kommentar wert: "Am Ende kann der Leser dem Objekt des Buches, in diesem Falle dem ägyptischen Musiker, endlich erklären, was dieser da eigentlich macht, oder hört". Trotzdem ist sein Fazit des Buches eher positiv, und er hält es für eine wichtige Informationsquelle für Interessierte. Er schätzt Langranges Fachwissen und kann auch dessen Analyse über den heutigen Zustand der ägyptischen Musik etwas abgewinnen. Er lobt, dass der Autor sich zum Beispiel mit rituell-religiöser und mit ländlichen Musik neben der ägyptischen Klassik befasst und dass es ihm gelingt "die Grundessenz der arabischen Musik, die melodiöse Ornamentik, einfühlsam zu erklären".
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