Herausgegeben von Claudia Benthien, Hartmut Böhme und Inge Stephan. Auf seinen Reisen studierte Sigmund Freud aufmerksam antike Stätten und Sammlungen, und in seiner Bibliothek stand eine große Zahl altertumswissenschaftlicher Literatur. Seine Sammlertätigkeit, durch die seine Wohnung zu einem privaten Museum für antike Kleinkunst wurde, ging weit über die kanonische Geltung der Antike im 19. Jahrhundert hinaus. Für Freuds Erklärung von monotheistischen Religionen ist seine Beschäftigung mit jüdischen und ägyptischen Altertümern fundamental, und der griechische Mythos und die antike Philosophie beeinflussten die theoretischen Konzepte der Psychoanalyse nachhaltig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.03.2011
Dieser Band über das Verhältnis von Freuds Psychoanalyse zur Archäologie und Antike bescherte Stefana Sabin einen besonderen Erkenntnisgewinn. Herausgegeben von den Literatur- und Kulturwissenschaftlern Claudia Benthien, Inge Stephan und Hartmut Böhme versammele der Band methodisch und stilistisch unterschiedliche Beiträge einer Berliner Tagung aus dem Jahr 2009, die nicht nur aufzeigen, wie stark die Psychoanalyse durch Freuds Beschäftigung mit der Antike beeinflusst ist, sondern auch, wie sehr das moderne Verständnis der Antike durch die Psychoanalyse geprägt wurde. Ein erleuchtender und "ergiebiger" Einblick in die noch heute aktuelle "Arbeit am Mythos", urteilt die Rezensentin.
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