Aus dem Spanischen und Englischen von Lisa Grüneisen und Jochen Staebel. Frida Kahlos Briefe an ihren Arzt und engen Vertrauten Dr. Leo Eloesser sind das berührende Dokument einer lebenslangen Freundschaft. Ihr "liebster Doctorcito" wurde um Rat gebeten in medizinischen, lebenspraktischen, künstlerischen und politischen Dingen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2010
Der nun erschienene Band mit Briefen von Frida Kahlo und ihrem Arzt Leo Eloesser ist in Merten Worthmanns Augen zweifellos ein Fan-Artikel, und er räumt auch ein, dass man die Briefe, stammten sie nicht von der berühmten mexikanischen Malerin, nicht unbedingt lesen müsste. Da aber die Krankengeschichte Frida Kahlos Motor und Motiv ihrer Kunst ist, wie der Rezensent betont, sei auch die Publikation der Korrespondenz mit ihrem Arzt durchaus von Interesse. Zudem lesen sich die in klarer Sprache und mit einem bemerkenswerten Mangel an Selbstmitleid verfassten Briefe sehr unterhaltsam, so Worthmann. Nicht zufrieden ist der Rezensent allerdings mit dem Anmerkungsapparat, der sich nicht nur darüber ausschweige, ob es sich bei den Briefen um die gesamte erhaltene Korrespondenz handelt, sondern auch kaum Hintergründe liefere. Besonders interessiert hätte Worthmann da zum Beispiel, ob sich hinter Eloessers Satz, er vermisse Kahlos "raue Lippen" nicht vielleicht eine Affäre verbirgt.
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