Herausgegeben von Gérard de Cortanze. Aus dem Französischen von Edmund Jacoby. Im Jahre 1950 fuhr die damals schon bekannte Porträtfotografin und Bildreporterin Gisèle Freund für zwei Wochen nach Mexiko. Aus den zwei Wochen wurden zwei Jahre, nicht zuletzt wegen der Freundschaft der Fotografin mit der Malerin Frida Kahlo und deren Mann, dem Schöpfer großartiger Wandmalereien, Diego Rivera. Die Nähe zu Frida und Diego erlaubte der Fotografin ebenso intime Einblicke in das bewegte Leben des Künstlerpaars wie in ihr künstlerisches Schaffen. Und die Freunde öffneten ihr die Augen für das bunte Leben in Mexiko sowie für die großartige präkolumbianische Kunst des Landes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.09.2014
Arno Widmann versucht Frida Kahlo und Diego Rivera mit den Augen von Gisèle Freund zu sehen. In dem von Gérard de Cortanze herausgegebenen Band findet er 200 Fotos von Rivera, Grimassen schneidend, von Kahlos Haus, von präkolumbianischer Kunst. Neues entdeckt der Rezensent dabei kaum, kennt er doch jede Menge Bildbände über das Künstlerpaar. Dafür, dass Widmann sich dennoch "festbeißt" an dem ein oder anderen Foto, sorgen sein Wissen und seine Fantasie (weil das Buch ihn nicht belehrt). Etwa, wenn ihn die geschaute präkolumbianische Kunst dazu veranlasst, über Mexikos positiven Umgang mit seiner Geschichte im Verhältnis zu dem der USA zu der ihren nachzudenken.
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