Friedrich Wilhelm Hackländer wirft in seinem Roman "Handel und Wandel" einen Blick auf das kaufmännische Milieu des 19. Jahrhunderts. Die Lebendigkeit der Erzählung wird nicht zuletzt durch die Verarbeitung autobiografischer Erlebnisse erzielt. Dem Text der Erstausgabe von 1850 ist das dazugehörige Kapitel aus Hackländers Autobiografie "Der Roman meines Lebens" von 1878 beigestellt. Meisterhafte Illustrationen von Arthur Langhammer und eine vollständige Bibliographie aller bisherigen Ausgaben ergänzen die Neuauflage des Werkes.
Rolf Vollmann stellt Friedrich Wilhelm Hackländer als einen der neben Karl Gutzkow, Willibald Alexis und Friedrich Spielhagen erfolgreichsten Schriftsteller seiner Zeit vor und findet auch den Roman "Handel und Wandel", von dem jetzt die 9. Auflage von 1888 im Nachdruck vorliegt, immer noch lesenswert. Die Geschichte vom armen Kaufmann, der nach Intrigen und wirtschaftlichem Erfolg seine große Liebe heiratet, ist autobiografisch geprägt, was man nicht zuletzt der "dankenswerterweise" im Anhang abgedruckten Passage aus der Autobiografie von Hackländer entnehmen kann, informiert Vollmann. Wenn man auch den Eindruck bekommt, als hätten die Autoren des 19. Jahrhunderts wie Hackländer ihre Kindheits- und Jugenderlebnisse in allzu "aufklärende, verlogene Rückblicke" verpackt, so der Rezensent kritisch, findet er dennoch die Lektüre lohnenswert, weil man viel über die Schriftsteller und ihre Zeit erfährt.
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