Der Grüne Ex-Parteichef Fritz Kuhn macht klar, dass ohne den Willen zum Wandel, ohne grundlegende Veränderung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft die größten Errungenschaften Deutschlands - soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Stabilität und einer der höchsten internationalen Lebensstandards - nicht zu bewahren sind.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 08.10.2003
Daniel Haufler sieht durchaus, dass Fritz Kuhn durchaus einiges Luzides zur deutschen Sozial- und Wirtschaftspolitik zu sagen hat. Daraus ein ganzes Buch zu machen, sei allerdings überflüssig, insbesondere da dieses unlesbar geworden sei. Kuhn könne sich nicht entscheiden, ob er als Sozialwissenschaftler oder als Parteipolitiker schreibe, so dass sich keine eigene Position ausmachen lasse. Darüber hinaus wirke er ständig bemüht, seine umfassende Bildung unter Beweis zu stellen, weshalb sein Buch "mit bildungsbürgerlichem Ballast überladen" sei. Das Fazit des Rezensenten: Ein Interview hätte es auch getan.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.09.2003
Die Gesellschaft ist für Reformen zu gewinnen, wenn diese nur richtig kommuniziert werden. Von dieser Einschätzung leben die "Nachrichten für Optimisten" des Grünen-Politikers Fritz Kuhn, erklärt Rezensent Dieter Rulff. Zweifellos profitiere Kuhn im ersten Teil seines Buches von den Kenntnissen, die er als früherer Professor für Kommunikation habe sammeln können. Zum Bedauern Rulff bleibt der Politiker Kuhn aber die Erklärung schuldig, "weshalb sich diese Kenntnisse nur so schwer im rot-grünen Regierungsalltag umsetzen lassen". Kuhns Problemanalysen und Zielvorstellungen, etwa zur Familien- und Ausländerpolitik, kann sich Rulff im Großen und Ganzen anschließen. Dem mit grüner Politik und Programmatik Vertrauten biete Kuhn zwar wenig Neues, vielleicht auch zu wenig Visionäres. Doch als "solider Leitfaden", an dem die Regierungspolitik der Grünen bemessen werden könne, ist Kuhns Buch nach Ansicht des Rezensenten durchaus hilfreich.
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