Die Zeitgeschichte zählt zu den am stärksten nachgefragten Teilgebieten des Geschichtsstudiums. Neben der Behandlung der Thematik im engeren Sinn werden auch Praxishinweise für die Seminararbeit sowie für die Literatursuche gegeben. Mit einem Ausblick auf die möglichen Tätigkeitsfelder für Zeithistoriker außerhalb der Universität schließt der wertvolle Studienbegleiter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2005
Nur teilweise überzeugt zeigt sich Rezensent Udo Wengst von Gabriele Metzlers "Einführung in das Studium der Zeitgeschichte", die einen ersten Einblick in Grundlagen und Themenfelder des Faches zu geben versucht. Zunächst gehe Metzler der Frage nach "Was ist und wie studiert man Zeitgeschichte?", um dann in einem zweiten Abschnitt neun "Themen der Zeitgeschichte" vorzustellen. "Hinweise für die Praxis zeithistorischer Studien und Forschung" und Ausführungen über das Thema "Zeitgeschichte als Beruf" schließen das Buch ab. Wie Wengst berichtet, behandelt Metzler im ersten Abschnitt sehr detailliert zentrale Probleme des Fachs und verbindet die Verortung der Zeitgeschichte in der Vergangenheit mit Postulaten für die künftige Entwicklung. Dabei gehe sie detailliert auf die Frage zeitlicher Zäsuren ein und plädiere für die Einbettung auch der deutschen Zeitgeschichte in einen größeren internationalen Kontext. Eine "große Enttäuschung" erlebt nach Ansicht des Rezensenten, "wer im zweiten Abschnitt die praktische Umsetzung dieser hehren Postulate erwartet." Verwunderlich findet er die Einschränkung der Zeitgeschichte auf die Zeit nach 1945 und auf die deutsche Nachkriegsgeschichte, was ihn nach den im ersten Abschnitt geweckten Erwartungen kaum zu überzeugen vermag. Auch die von der Autorin selbst geforderten Methoden des historischen Vergleichs, der Verflechtung und des Transfers werden nicht umgesetzt. Zudem moniert Wengst eine Reihe von Fehlern. "Das alles mindert den Wert der Einführung ganz erheblich", resümiert Wengst, wobei er positiv festhalten will, "dass interessierte Laien oder Studenten in den Anfangssemestern" wertvolle Anregungen und Hinweise finden können."
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