Kaum eine andere Politikerin ruft so zwiespältige Reaktionen hervor wie die bayerische Polit-Rebellin Gabriele Pauli. Sie ließ die CSU erbeben, indem sie maßgeblich am Sturz Edmund Stoibers beteiligt war. Dabei nahm sie kein Blatt vor den Mund: Je provokanter, desto besser. Als "rote Rebellin" ging sie in die Politikgeschichte ein, doch sie wäre nicht Gabriele Pauli, schriebe sie ihre Geschichte nicht weiter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2014
Macht Albert Schäfer sich lustig über dieses Buch, die Autobiografie von Gabriele Pauli, der roten Rebellin im Kampf gegen Huber, Beckstein et al.? Nein, nein. Schäfer gefällt nur außerordentlich gut, was und vor allem wie Pauli erzählt -operettenhaft mehrdimensional und unterhaltsam. Es treten auf: Marx und Erhard, Alice Schwarzer, Stoibers Vasallen und, berückend angelegt, wie Schäfer versichert: jede Menge angesichts der roten Haarpracht und des Motorrads der Autorin höchst irritierte Herren. Dass der Band für Schäfer zugleich als politische Biografie durchgeht, ist eigentlich ein Wunder.
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