Die Welt rätselt noch immer - oder immer mehr -, wie es dazu kommen konnte, dass ein egomaner Selfmade-Millionenerbe und schillernder Soap-Star als mutmaßlich mächtigster Mann der westlichen Welt chargieren darf. Leserinnen und Leser von Garry Trudeaus Pulitzer-prämiertem Daily Strip "Doonesbury" wissen immerhin, warum es genau so kommen musste, nachdem es nun mal dazu gekommen ist. Trudeau seziert seit 1970 in seinem Strip amerikanische Befindlichkeiten. 1987 tauchte darum erstmals auch ein gewisser großmäuliger Immobilienmogul darin auf - und seither war Trump immer öfter zu Gast, um seine erratischen Eskapaden einer erstaunt amüsierten Öffentlichkeit vorzuführen.
Rezensent Ralph Trommer liest G. B. Trudeaus gesammelte Trump-Strips aus fast 50 Jahren "Doonesbury" mit Freude. Wie der Comic von Anbeginn amerikanische Politik und Kultur dokumentierte, erkennt Trommer anhand des Bandes gut. Ebenso, wie der Autor den Aufstieg Trumps verfolgt und seinen Charakter von Anbeginn scharf erfasst. Trumps ruppiges Geschäftsgebaren, seine Eigenliebe, sein Frauenbild und seine einfache Denkweise werden hier schon sehr früh entlarvt, stellt Trommer verblüfft fest.
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