Aus dem Französischen von Harald Sachse. Irgendwo in Arizona. Die Longhorn-Rinder brauchen Platz zum Weiden, und der ist spärlich. Die Einführung des Stacheldrahts - dieses "Teufelsstrangs", wie sie es nennen - befeuert den schwelenden Konflikt um Weideflächen zwischen den Familien zweier Großgrundbesitzer nur weiter. Da entdeckt eine Gruppe Rancher inmitten eines heftigen Sturms einen scheinbar leblosen Mann, der sich mit aller Gewalt an seinen Colt klammert… Wer mag diese mysteriöse Gunfighter sein? Michel Rouge ist zurück!
Mit "Gunfighter" liest Rezensent Christoph Haas einen Western-Comic der eher ruhigen Sorte, was sein Lesevergnügen nicht zu mindern scheint. Während sich der Zeichner Michel Rouge darin als fähiger aber im Vergleich zu anderen Epigonen weniger "virtuoser" Nachfolger Jean Giraud erweist, orientiert sich Christoph Bec am klassischen Western des US-amerikanischen Kinos. Alles dreht sich um den einen an- und abschwellenden Konflikt zwischen einem Kleinrancher und seinem mächtigen Nachbarn, lesen wir. Atmosphärisch und mit Symbolik angereichert ist das Werk von Bec und Rouge, und das "hat auch etwas", so der Rezensent.
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