Seit über vierzig Jahren ist Uri Avnery 'die politische und intellektuelle Führungsfigur der israelischen Friedensbewegung' (Frankfurter Rundschau). Unermüdlich engagiert er sich im Rahmen seiner politischen und publizistischen Arbeit für einen Dialog mit den Palästinensern und für eine Zweistaatenlösung als Grundlage einer Befriedung des bereits über einhundert Jahre andauernden israelisch-palästinensischen Konflikts. Aus Anlass von Avnerys 80. Geburtstag versammelt dieses Buch seine wichtigsten publizistischen Beiträge und Reden der letzten Jahre.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
"Anregend" war für Alexandra Senfft die Lektüre der Sammlung von Texten Uri Avnerys seit den Friedensvereinbarungen von Oslo im Jahr 1993. Wie gewohnt stoße man auf gut formulierte Artikel und Kommentare, in denen der Friedensaktivist seiner Forderung nach einer friedlichen Koexistenz von Israelis und Palästinensern Ausdruck verleihe. "Klarheit, Überzeugung und Erklärungen" finden sich in den Beiträgen des Bandes, diese Meinung teilt die Rezensentin mit der Verfasserin des Vorworts. Avnery beschreibe den Durchbruch in Oslo, beschäftige sich mit den Selbstmordattentaten der Palästinenser und deren Wut über die täglichen Erniedrigungen. Für "aufschlussreich" hält Senfft die Kurzporträts von Sharon, Rabin und Arafat, für "unverblümt" die Kritik des Autors am Irak-Krieg. Leider, schließt sie, wird eine Stimme wie die Avnerys nach wie vor "dringend gebraucht".
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