Georg Büchner

Georg Büchner: Die Hörspiel-Edition

Leonce und Lena, Lenz, Woyzeck, Dantons Tod. 5 CDs
Cover: Georg Büchner: Die Hörspiel-Edition
DHV - Der Hörverlag, München 2013
ISBN 9783867179911
CD, 24,99 EUR

Klappentext

5 CDs mit 318 Minuten Laufzeit. Friede den Hütten! Krieg den Palästen! Die bestechende Klarheit und Leidenschaft Georg Büchners wird in dieser Raritäten-Sammlung zu neuem Leben erweckt: Die Edition enthält all seine Werke in wegweisenden Hörspielinszenierungen, die lange in den Rundfunkarchiven verschollen waren. Noch 50 Jahre später hört man Dieter Mann, Ekkehard Schall, Hans Paetsch, Ursula Karusseit u. v. a. gerne zu, wenn sie Danton im Kampf mit Robespierre, die beiden Verlorenen Woyzeck und Lenz, die Romanze von Leonce und Lena und vieles mehr verkörpern.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2013

Ein bisschen verstaubt scheinen Jens Bisky diese vier Höradaptionen von Texten Georg Büchners. Außer bei "Leonce und Lena" vom HR und der volkstheaterhaften DDR-Fassung von "Woyzeck" beschleicht Bisky der Verdacht, die Figuren wären schon im Vorruhestand (nicht vor dem Revolutionstribunal). Zeithistorisch interessant scheint ihm der hier zu hörende Danton immerhin als Dokument der Stagnationsjahre um 1980. Als Verführung zur Büchner-Lektüre taugt Bisky die Edition dennoch. Darüber hinaus aber wartet er gern auf Büchners Sprachgenius ins Jetzt beamende Hörspiele.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2013

Die nun erschienene Hörspiel-Edition mit vier Büchner-Produktionen aus den Archiven ist in jeder Hinsicht ein Gewinn, jubelt Rezensent Alexander Kosenina. Während die beiden Stücke "Woyzeck" und "Dantons Tod" in den Jahren 1959 und 1980 vom Rundfunk der DDR aufgezeichnet wurden, wurden "Leonce und Lena" und "Lenz" in den Jahren 1952 und 1955 von westdeutschen Sendern gebracht, informiert der Kritiker. Insbesondere lobt Kosenina den "spröden, nüchternen" Ton der fünfziger Jahre und die fast vollkommen effektfreie Inszenierung, die der von Büchner intendierten exakten Darstellung der Wirklichkeit bestens entsprechen. Neben den Sprechern - etwa Günther Dockerill als "Lenz" oder Ekkehard Schall als "Woyzeck" - lobt der Rezensent vor allem die faktenreiche Darstellung über die Geschwister und den Vater Büchners, die dieses "anregende" Hörbuch enthält und damit manch neu erschienene Büchner-Biografie in den Schatten stellt.
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