George Herriman

Krazy Kat

Die kompletten Sonntagsseiten in Farbe 1935-1944
Cover: Krazy Kat
Taschen Verlag, Köln 2019
ISBN 9783836571944
Gebunden, 632 Seiten, 150,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Alexander Braun. Die Grundsituation ist simpel: Schwarze Katze liebt durchtriebene weiße Maus, die ihr immerzu Ziegelsteine an den Kopf wirft, was wiederum Hundepolizist Offissa Pupp, in heimlicher Liebe zur Katze entflammt, zu verhindern sucht. Krazy Kat, George Herrimans legendärer Zeitungsstrip, erschienen von 1913 bis zu Herrimans Tod 1944, variiert diesen Plot immer wieder neu und auf so geistreiche Weise, dass er dem jungen Medium Comic Fans aus Milieus einbrachte, die man nicht unbedingt für comicaffin gehalten hätte: Gertrude Stein, F. Scott Fitzgerald, Pablo Picasso, James Joyce, US-Präsident Woodrow Wilson, Jackson Pollock, Charlie Chaplin, Frank Capra, P.G. Wodehouse, Willem de Kooning, allesamt bekennende KK-Fans. Dass diese absurd-melancholischen Variationen zum Thema unerwiderte Liebe so lange erscheinen konnten, verdankte Herriman Medien-Tycoon William Randolph Hearst, der ebenfalls ein eingefleischter Fan war.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.11.2019

Rezensent Fritz Göttler freut sich über Alexander Brauns Zusammenstellung von George Herrimans "Krazy Kat"-Comics der Jahre 1935-1944 und gibt kurz das Grundszenario der Comicreihe wieder: eine Dreiecksbeziehung zwischen einer Katze, einer Maus und einem Hund, wobei die von der Katze verehrte Maus dieser nur Ziegelsteine an den Kopf wirft, und der Hund die Maus wegzusperren versucht. Der Rezensent hebt die surrealistischen Elemente in Bild, Sprache und Handlung hervor und zählt einige berühmte Fans der Comicreihe auf, darunter Frank Capra und E. E. Cummings. Besonders gut gefallen hat Göttler ein Strip, in dem die Maus den Gehalt von Folksongs kritisch hinterfragt. In Kombination mit Brauns "praller, angenehm irrlichternder" Einleitung insgesamt ein richtiger "Taschen-Verlag-Brocken", findet der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.09.2019

Andreas Platthaus freut sich über die Ausgabe mit allen 476 Folgen von "Krazy Kat" seit Mitte 1935. Zwar weiß er, dass es eine solche Ausgabe bereits gegeben hat, doch die neue punktet für ihn mit einem dem Original nahezu entsprechenden Überformat, aufwendiger Farbrekonstruktion und der Einleitung des Comic-Historikers Alexander Braun, die laut Platthaus dem Stand der Herriman-Forschung gerecht wird und dessen Biografie in die Kunst seiner Zeit einbettet. Deutlich wird hier wie in den Episoden für Platthaus Herrimans innovativer Drive, der die Beziehung zwischen Katze, Maus und Hund in immer neue, aufregende Variationen fasst.
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