George Szpiro

Die verflixte Mathematik der Demokratie

Cover: Die verflixte Mathematik der Demokratie
NZZ libro, Zürich 2010
ISBN 9783642128905
Gebunden, 250 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

"Die verflixte Mathematik der Demokratie" ist eine Erläuterung und historische Einführung in die Probleme, die in einer Demokratie entstehen können. Die Mehrheitswahl und die Zuteilung von Sitzen in einem Parlament werfen mathematische Fragen auf, zu deren Beschreibung zwar nicht mehr als Arithmetik benötigt wird, deren Lösung aber überraschend schwierig oder sogar unmöglich ist. Das sogenannten Condorcet Paradoxon zeigt zum Beispiel, dass eine Mahrheitswahl zu scheinbar widersinnigen Resultaten führen kann. Und wieviele Sitze sollen zum Beispiel einer Partei im Parlament zugeteilt werden sollen, die 33.6 Prozent der Stimmen erhielt? Die Erzählung beginnt mit den alten Griechen und Römern und führt über mittelalterliche Kirchenherren, Persönlichkeiten der französischen Revolution und die amerikanischen Gründungsväter bis zu heutigen Nobelpreisträgern.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.06.2011

"Es gibt kein gerechtes Wahlverfahren" - so die Lektion, die Rezensent Rudolf Taschner von dem Mathematiker und NZZ-Korrespondenten George Szpiro gelernt hat. Großen Eifer verwendet der Rezensent auf den Versuch, das Dilemma anhand eines hypothetischen Rechenexempels zu verdeutlichen. Szpiro selbst erbringe den Beweis für die Unzulänglichkeit jeder noch so elaborierten Wahlmethode nach einer überaus informativen Sichtung historischer Denkansätze zum Thema, von Plato über die amerikanischen Gründerväter bis hin zu Kenneth Arrow, freut sich der wissbegierige Rezensent. "Raffiniert" schiebe Szpiro dabei die ernüchternde Antwort auf die Frage nach der gerechten Wahl vor sich her, schreibt Taschner, der sich angesichts der ausgebreiteten gelehrigen Diskurse gerne hat auf die Folter spannen lassen. Und letztlich hält der Rezensent das Mängelwesen Demokratie dennoch für die beste aller möglichen Optionen. Keine neue Erkenntnis, aber eine, derer sich der Kritiker hier auf angenehme Weise erneut versichert hat.

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