Nur die intakte staatliche Souveränität vermag die Freiheit und den Wohlstand der Bürger zu gewährleisten. Jeder Souveränitätsverlust kommt deshalb einem Verlust an individueller Freiheit und Wohlstand gleich. Johannes B. Kunz erläutert den Zusammenhang zwischen Souveränität und Freiheit bzw. Demokratie. Er sieht die staatliche Souveränität durch die Machtpolitik, die internationalen Organisationen, den heutigen humanitären Interventionismus und die Europäische Union gefährdet. Der Autor setzt die Souveränität auch in Bezug zur Globalisierung und zeigt Wege auf, wie sie gewahrt werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2012
Als Provokation liest Christian Hillgruber das Buch des Schweizer Diplomaten Johannes B. Kunz. Wenn der Autor staatliche Souveränität gegen die westliche Idee von der Internationalisierung der Politik in Stellung bringt, sieht der Rezensent zunächst Schweizer Bergvölker und denkt sich seinen Teil. Allerdings muss er schnell einsehen, dass dieser Autor weit gereist ist, sich auskennt und nicht nur theoretisch argumentiert, sondern aus eigener Erfahrung und eigenem Erleben, originell und authentisch. Darüber hinaus reflektiert der Autor die mythischen Momente der Souveränität anhand afrikanischer Stammesgesellschaften und eröffnet dem Rezensenten einen wenig bekannten Aspekt des Begriffs. Dass Kunz zudem Lösungen anbietet, etwa indem er den Wirkungsadius bedeutender internationaler Organisationen einschränken, doch nicht auf Null reduzieren möchte, imponiert dem Rezensenten und lässt ihn über so manche Überspitzung im Buch gelassen hinweglesen.
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