Übersetzt aus dem Bulgarischen und versehen mit einer Einführung von Wolf Oschlies. In einer seiner "Reportagen" erwähnt Markov, dass man beim Anhören altbulgarischen Kirchenmusik eine Vorstellung davon bekommt, was "das wahre, das ewige Bulgarien" vorstellte. Seine "Reportagen" befassen sich mit Umständen und Entwicklungen, die das Land seinem besten Erbe entfremdeten. Im Sommer 2013 hat Wolf Oschlies für den Wieser Verlag sieben Reportagen von Markov übersetzt und kommentiert. Markov ist Bulgare, und wir nutzen sein Werk zu einem repräsentativen Porträt Bulgariens in kommunistischer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2014
Der bulgarische Schriftsteller Georgi Markow musste 1969 aus politischen Gründen seine Heimat verlassen, berichtet Judith Leister. Er ging nach England und schrieb dort seine "Reportagen aus der Ferne", wie der deutsche Titel einer Sammlung seiner journalistischen Arbeiten über das Nachkriegsbulgarien lautet, so die Rezensentin. 1978 war er tot, ermordet, verrät Leister, die vermutet, dass Markows harsche Kritik an der Heuchelei in der post-stalinistischen Sowjetunion, sein Widerstand gegen die "Einbalsamierung des Status quo", für Moskau wie den bulgarischen Geheimdienst Grund genug waren, ihn umbringen zu lassen - wer letztendlich dafür verantwortlich war, ist natürlich nach wie vor ungeklärt, weiß die Rezensentin.
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