Aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann. Wir treffen auf Außenseiter, auf Sadismus und Zynismus, Geldsucht und Macht. Wir werden mit der Agonie der alten Welt konfrontiert. Wir staunen, mit welchem Erfindungsreichtum die neuen aufstrebenden Eliten im heutigen Bulgarien das vermeintlich verrsäumte nachzuholen imstande sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2009
Das bisschen Realitätsverlust. Judith Leister kann schon verstehen, wenn Palmi Ranchevs Helden, die Armen und Heimatlosen, die Gauner und Verlierer des tristen bulgarischen Alltags die Wirklichkeit nicht immer in allen Details kennen wollen. Platz für Romantik ist indes auch nicht, stellt Leister fest, und Glück ist eben etwas für später. Dass der Autor bei solchen Verhältnissen zwar hart, dialogisch reduziert erzählt, es aber nicht an Humor und Wärme fehlen lässt, erscheint der Rezensentin bemerkenswert.
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