Aus dem Französischen von Susanne Reichert. Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte einer jungen Farbigen aus Südafrika, die im frühen 19. Jahrhundert unter dem Namen "Hottentotten-Venus" in London und Paris zu Ruhm gelangte. Durch Badous Bericht erhält die "Venus", die nach ihrem Tod der Wissenschaft zum Opfer fiel, ihren rechtmäßigen Platz in der Geschichte.
Der Autor kann Rezensentin Hella Kemper nicht wirklich überzeugen, dass seine Geschichte wirklich wahr ist. Badou erzählt von der 1789 in Südafrika geborenen Satchwe, die aufgrund ihrer besonderen Körperformen "wie ein Zootier nach Europa verkauft und vorgeführt" wurde und mit 24 Jahren "an Erschöpfung" starb. Nach Kemper gebührt der aufgeklärten, humanen und empathischen Annäherung an die Geschichte aber Respekt. Die Rezensentin schätzt den Versuch des Autors, durch gründliche Recherche und das Meiden nahe liegender Klischees die Mechanismen zu ergründen, die die Geschichte der "Hottentotten-Venus" möglich machten.
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