Ursula Trüper

Die Hottentottin

Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793-1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika
Cover: Die Hottentottin
Rüdiger Köppe Verlag, Köln 2000
ISBN 9783896453167
Broschiert, 195 Seiten, 19,43 EUR

Klappentext

In diesem Buch stellt die Autorin das Leben der Zara Schmelen dar, die Anfang des 19. Jahrhunderts als Missionsgehilfin ihres Ehemannes ? des Missionars Johann Hinrich Schmelen ? in Südafrika wirkte. Zara war eine einheimische Frau, deren Mutter vermutlich aus dem Volk der ?Klein-Nama?, der Khoikhoi, stammte. Über Zaras Leben ist nur wenig bekannt. Johann Hinrich Schmelen gilt bis heute als der erste Sprachpionier, der Teile des Neuen Testaments in die Nama-Sprache ? das Khoikhoi ? übersetzt hat. Doch gab es bereits unter den Zeitgenossen Schmelens Zweifel an seiner Beherrschung des Khoikhoi. Vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Quellen wird deutlich, dass eigentlich seine Frau Zara die Übersetzungsarbeit leistete. Die Autorin wertet in diesem Buch Briefe und andere historische Quellen der Rheinischen Missionsgesellschaft aus, um dem großen Anteil, den Zara Schmelen an der Pionierarbeit ihres Mannes geleistet hat, Rechnung zu tragen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.03.2001

Brigitte Reinwald ist von dieser Lebensbeschreibung der Südafrikanerin Zara Schmelen nicht zuletzt deshalb so angetan, weil die Autorin die Biografie neben die Beschreibung der kulturellen und politischen Entwicklung des Landes stellt und sich aus ihrer Arbeit "überraschende Einsichten" in die Geschichte der Missionierung Südafrikas ergeben. Reinwald lobt die sorgfältige Recherchearbeit der Autorin, die es ihrer Ansicht nach versteht, "zwischen den Zeilen" ihrer Quellen zu lesen und ist besonders angetan von der Fähigkeit Trüpers, "Hagiographisches" zu entstauben und auch dem interessierten Laien diesen Themenbereich zu erschließen. Dass sie ihren Beschreibungen auch noch eine Zeittafel und eine Einführung in die Geschichte zur Seite stellt, findet Reinwald besonders lobenswert. Für die Leser vom Fach dagegen sei es besonders erfreulich, dass die Autorin im Anhang die wichtigsten Quellen aufgenommen habe und somit eine "historisch-kritische Lektüre" ermögliche, so die Rezensentin begeistert.

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