Die Gedichte von Gerard Manley Hopkins (1844-1889) zählen zu den leidenschaftlichsten und sprachmächtigsten des englischen 19. Jahrhunderts. Dorothea Grünzweig hat diese Gedichte neu ins Deutsche übertragen und führt anhand einer Auswahl dieser Texte ein in Hopkins facettenreiches und faszinierendes Seins-Empfinden. Die englischen Originale liest George J. Low, die deutschen Übertragungen Helmut Becker. Cembalosuiten von Henry Purcell - einem Komponisten, den Hopkins besonders schätzte - begleiten die Gedichte und Erläuterungen, eingespielt von Peter Kofler. Eine Aufzeichnung der gemeinsamen Veranstaltung der KünstlerSeelsorge der Erzdiözese München und Freising und der Stiftung Lyrik Kabinett in der Münchner Asamkirche.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.04.2010
Als notorisch schwer verständlich und darum auch als notorisch schwer zu übersetzen gelten die Gedichte des jesuitischen Autors und Priesters Gerard Manley Hopkins. Mancher Übertragungsversuch wurde unternommen, am umfangreichsten und bislang, wie der Rezensent Jürgen Brocan (selbst ein Übersetzer) findet, auch am gelungensten von Ursula Clemen und Friedhelm Kemp vor mehr als fünfzig Jahren. Die neuen Übersetzungen von Dorothea Grünzweig jedoch übertreffen, so Brocan, die vorherigen, und zwar - er demonstriert es am Beispiel -, weil sie trotz kleinerer Freiheiten den Eigenwilligkeiten des Originals poetisch am nächsten bleiben. Heraus gekommen sei so ein "Meilenstein" für die deutsche "Hopkins-Rezeption". Umso schöner, dass jetzt auch eine Auswahl der "prächtigsten" Gedichte als Hörbuch in zweisprachiger Rezitation zu hören ist. Dazwischen geschaltet sind immer wieder Erläuterungen von Dorothea Grünzweig, wodurch das Hörbuch noch "an Tiefe gewinnt", lobt Brocan.
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