Die Schlacht um Verdun vom 21. Februar bis 19. Dezember 1916 zwischen der deutschen und der französischen Armee war die längste Schlacht des Ersten Weltkriegs mit mehr als 300.000 toten und 400.000 verwundeten Soldaten. Die brutalen und extrem verlustreichen Kämpfe hatten kein militärisches Ergebnis, die Front verlief am Ende wieder wie zu Beginn der Auseinandersetzung. Hundert Jahre nach Verdun sind viele Fragen immer noch offen: Warum hat die Schlacht fast ein Jahr gedauert? Wie kam es zu den anfänglichen deutschen Erfolgen? Wie konnten die Franzosen den Angriff erfolgreich abwehren? Welche Bedeutung hat die Schlacht im Gedächtnis beider Nationen? Zwei namhafte Historiker, der Deutsche Gerd Krumeich und der Franzose Antoine Prost, schildern die Schlacht um Verdun und deren in beiden Ländern ganz verschiedenartige Mythisierung. Mit großer Sachkenntnis und in vergleichender Perspektive beschreiben die Autoren die Planungen der Generale, die Durchführung durch die Offiziere und das ungeheure Leiden der Soldaten. Niemals zuvor ist diese totale Schlacht von einem deutschen und einem französischen Historiker gemeinsam untersucht und erzählt worden.
Rezensent Erhard Schütz würdigt das Verdienst der Historiker Gerd Krumeich und Antoine Prost, in ihrem Buch erstmals die deutsche und die französische Sichtweise auf Verdun zu rekonstruieren. Mit angenehm nüchterner Klarheit betrachten die Autoren die schwierige Quellenlage, lobt der Kritiker, der hier etwa nachliest, wie mächtig, gar sakralisierend das Gedenken an Verdun in Frankreich begangen wurde, während realistische Details in Deutschland erst nach und nach und insbesondere von nationalistischer Seite preisgegeben wurden. Unter den zahlreichen Büchern über Verdun ist dieses in deutscher und französischer Sprache erschienene Werk ein Gewinn, versichert der Rezensent.
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