Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.10.2003
Ganz und gar vernichtend fällt Tobias Lehmkuhls Urteil über dieses Hörbuch aus. Beginnend bei der falschen Beschriftung des Ganzen ("einige", nicht "die" Lieder von Schumann und Schubert!), dem "wo nicht einlullend, oberflächlich und klischeehaften" Vortrag Lutz Görners bis hin zur "hausbackenen und uninspirierenden" musikalischen Begleitung - er lässt kein gutes Haar daran. Genervt hat ihn, wie einfallslos der Sprecher die Texte interpretiere: einmal als "Lebenshilfe", dann als "Beileidsbekundung" und heitere Gedichte mit einer "Feierlichkeit" vorgetragen, "die anzeigt, wie fein und sorglos es im Leben doch zugehen kann". Außerdem findet er es nicht besonders erstrebenswert, Lieder, die als Einheit von Text und Musik komponiert und geschrieben wurden, einfach wieder auseinander zu nehmen. Zu all dem Übel stöhnt der Rezensent am Schluss noch darüber, dass die Sprecher nicht in der Lage seien, Fremdsprachiges korrekt auszusprechen, was mit deutschem Akzent leider wenig Charme produziere.
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