Aus dem Italienischen von Julia Eisele. Giorgio ist in jeder Hinsicht perfekt: er ist ein mustergültiger Sohn und ein strebsamer Jura-Student, er hat eine nette Freundin und ganz konkrete Vorstellungen davon, wie sein Leben einmal aussehen soll. Als er eines Abends jedoch auf den charismatischen Francesco trifft, einen ebenso undurchschaubaren wie charmanten Nichtstuer, fällt er gleichsam aus seiner kleinen Welt. Denn Francesco übt eine fatale Faszination auf Giorgio aus, der seinerseits alles dafür tun würde, damit etwas von Francescos Glanz auf ihn fällt. Und so gerät der unerfahrene Giorgio immer tiefer in den Sog der zwielichtigen Welt seines neuen Freundes: Bei konspirativen nächtlichen Treffen lernt er nicht nur das illegale Glücksspiel kennen und lieben, sondern auch alle Tricks der Falschspieler. Ohne lange nachzudenken wirft Giorgio all seine Pläne und Vorhaben über Bord, um in Francescos Welt Karriere zu machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2009
Anders als in den Kriminalromanen Gianrico Carofiglios, schwebt in diesem Buch die Geschichte knapp über dem Boden der Tatsachen, erklärt Hannes Hintermeier durchaus wohlwollend. Die "schnörkellos" im Berichtstil verfasste Geschichte um eine gefährliche Freundschaft in Apulien und den Absturz einer bürgerlichen Existenz ins Unmoralische findet Hintermeier atmosphärisch gelungen. Als störend dagegen erscheint ihm die allzu starre Plotkonstruktion, die zu wenig Spielraum für das Ende lässt. Die Moral von der Geschichte schlägt ihm der Autor schließlich wie ein nasses Handtuch um die Ohren.
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