Palermo, 1881: Mit der ganzen Familie reist Richard Wagner nach Sizilien. Auch seine Stieftochter Blandine von Bülow ist dabei, Cosimas Tochter aus erster Ehe. Während Wagner sich zurückzieht, um den Parsifal zu vollenden, nehmen Cosima und ihre Töchter am gesellschaftlichen Leben teil. Vor allem Blandine, sorgt für Aufsehen - und erliegt selbst dem Zauber der alten, prächtigen Palazzi, der prunkvollen Feste und einer Landschaft, die keinen Winter kennt. Auf einem Ball in der Silvesternacht begegnet sie Graf Biagio Gravina, Spross einer der ältesten Adelsfamilien der Insel, der ihr schon bald den Hof macht. Könnte sie glücklich werden in dieser fremden, exotischen Welt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.05.2017
Für Andreas Platthaus bestätigt sich der gute Ruf von Constanze Neumann in der Literaturszene mit diesem Roman. Der Leser solle sich von dem blumigen Titel nur ja nicht täuschen lassen, raunt er, der Text sei "hochliterarisch", für Platthaus gleich eins der schönsten deutschen Bücher des Frühjahrs. Das liegt für Platthaus an dem Psychogramm mädchenhafter Leidenschaft, das Neumann zeichnet, indem sie über das Glück bzw. Pech von Wagners Stieftochter in Sizilien berichtet. Wie Neumann die Liebes- und Emanzipationsgeschichte auf Basis der Quellen erzählt, burlesk, tragisch, sprachlich elegant und nie überbordend, wie der Rezensent versichert, hat ihn schwer beeindruckt.
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