Aus dem Amerikanischen von Irmengard Gabler. Kaum eine Seuche wütete in so kurzer Zeit so heftig wie die Grippe-Epidemie von 1918. Weltweit erkrankten 700 Millionen Menschen, in nur wenigen Monaten forderte sie über 20 Millionen Tote - mehr als der Erste Weltkrieg Menschenleben gekostet hatte. Kein Land, kein Kontinent blieb verschont von der tödlichen Viruserkrankung: In Europa, den USA, in Indien, selbst in der kleinsten Eskimosiedlung forderte sie ihre Opfer. Umso erstaunlicher ist es, dass diese Katastrophe scheinbar völlig in Vergessenheit geriet. Erst Ende der neunziger Jahre machten sich Forscher auf die Suche nach dem Erreger. In Labors und Archiven begann ein spannender Wettlauf um die Erforschung des tödlichen Virus. Gina Kolata beschreibt einen der rätselhaftesten Fälle der Medizingeschichte und die moderne Virenforschung.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.12.2001
Für die Thrillerqualität von "Influenza" spricht, meint die Rezensentin Charlotte Kerner, dass sie selbst nach der Lektüre das erste Halskratzen im Herbst so alarmierend fand, dass sie sich prompt an die Arbeitsgemeinschaft "Influenza" wandte. Es geht in dem Buch der Wissenschaftsjournalistin Gina Kolata um die Spanische Grippe, an der im Jahr 1918 weltweit 700 Millionen Menschen erkrankten und nach vorsichtigen Schätzungen 20 Millionen starben. Knapp achtzig Jahre dauerte es, bis der Influenza-Virus identifiziert werden konnte. Die Autorin schildere packend diesen wissenschaftlichen Wettlauf und verbinde geschickt Forschergeschichten und Forschungsgeschichte, lobt Kerner. Allerdings könne Kolatas "Medizin-Krimi" nur eine halbe Auflösung bieten: Der Massenmörder sei aufgespürt, zitiert Kerner die Autorin, doch seine Waffe noch nicht gefunden. "Es bleiben mehr Rätsel und Theorien als Lösungen um die Influenza von 1918 und damit auch um die, die uns in Zukunft drohen."
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