Kühn geschwungene Treppen, verspielte Rundungen, Ziergitter, Portale, die ihrem Namen noch Ehre machen, großzügig einladend und doch filigran wirken Mit wenigen, preiswerten Materialien wurden in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts fasziniere Wirkungen erzielt. Gisela Christ (Text) und Helge Schosnig (Fotografie) führen informativ und anregend zur Architektur dieser Zeit in Deutschland. Sie zeigen und erläutern bauliche Details, formale Besonderheiten und typische Materialien - vom alltäglichen Standard- bis zum außergewöhnlichen Prachtbau. Ein Augenschmaus für alle, die sich von der Formensprache des ersten Nachkriegsjahrzehnts angesprochen fühlen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2008
Der als "Stil-Fibel geeignete" Bildband des Autoren-Duos Gisela Christ und Helge Schosnig lässt Rezensent Jürgen Tietz hoffen, einer nahen und zugleich weit entfernten Bauepoche dauerhaft Geltung zu verschaffen. Denn auch wenn mittlerweile viele Gebäude der 50er Jahre unter Denkmalschutz stehen mögen - ihr dauerhafter Erhalt scheint keineswegs gesichert. Zahlreiche Bildbeispiele bringen dem Leser den Charme der Architektur der "großen Gesten" und "verspielten Kleinteiligkeit" nahe: Das Bochumer Schauspielhaus, das Blaugold-Haus in Köln sowie die Treppenstraße in Kassel, um nur einige zu nennen. Störend dabei wirkten auf den Rezensenten nur die "etwas unscharfen und kontrastarmen Fotos".
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