Mit einem Vorwort von Joschka Fischer. Siebzehn renommierte Nahostkorrespondenten berichten in diesem Buch über das schwierige Beziehungsdreieck zwischen Deutschen, Israelis und Palästinensern. Ihre teils biographisch, teils thematisch abgefaßten Beiträge ergeben ein facettenreiches und höchst interessantes Bild der inneren und äußeren Konflikte, mit denen sich Journalisten auseinandersetzen müssen, die sich in diesem Dreieck bewegen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.03.2000
„Zuviel politisch-korrektes Denken“ diagnositiziert Ludwig Watzel in diesen Beiträgen. Dies findet er deswegen bedauerlich, weil er darin indirekt eine Weigerung der Deutschen sieht, das jüdische Volk und den Staat Israel „als normale Akteure im internationalen System“ zu behandeln. So hebt er in seiner Rezension denn auch den Beitrag der Spiegel-Korrespondentin Annette Grossbongardt hervor, die explizit darauf eingeht, dass man in Israel auch als Deutsche weitaus offener sprechen (und wohl auch Kritik üben) könne, als hierzulande oftmals vermutet wird. Interessant erscheint ihm auch der Artikel von Pierre Heumann von der „Weltwoche“, der auf die unterschiedliche Bereitschaft amerikanischer und israelischer Juden, die „Opferrolle“ zu akzeptieren, eingeht. Insgesamt erfahre man in diesem Buch allerdings wenig über die bilateralen Probleme, dafür aber um so mehr „Biographisches“.
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