Gisela Greve (Hg.), Herta E. Harsch (Hg.)

Annette von Droste-Hülshoff aus psychoanalytischer Sicht

Cover: Annette von Droste-Hülshoff aus psychoanalytischer Sicht
edition diskord, Tübingen 2003
ISBN 9783892957331
Kartoniert, 160 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Der vorliegende Band enthält Beiträge mit psychoanalytischen Interpretationen von einigen literarischen Werken Annette von Droste-Hülshoffs, die im Oktober 2002 auf einem Symposion der Droste-Gesellschaft in Münster vorgetragen und diskutiert wurden. Es wird ein Bogen geschlagen von der Erzählung "Die Judenbuche" über einige Gedichte bis zu dem Novellenfragment "Ledwina". Die Autoren der hier versammelten Arbeiten vermitteln neue Aspekte über unbewußte Dimensionen an der Entstehung, dem Inhalt, der Struktur und der Wirkung dieser Dichtungen. Das Buch will dazu anregen, der Rezeption dieser Werke neue Anstöße zu geben und eine weitere vertiefende Auseinandersetzung mit dem Werk der Droste zu fördern. Es möchte eine Brücke von der Psychoanalyse zur Literaturwissenschaft bauen und den Dialog zwischen den Disziplinen weiter intensivieren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2003

Mit großem Gewinn hat Caroline Neubaur diesen Sammelband gelesen, der sich von psychoanalytischer Warte aus dem Werk von Annette von Droste-Hülshoff nähert. Anfangen sollte man ihrer Meinung nach mit dem Beitrag von Hermann Beland, der das Gedicht "Die Mergelgrube" ausgesprochen scharfsinnig interpretiert, dabei aber nicht "wie ein Fuchs hinter der Gans" den Pathologien der Dichterin nachjagt. Beland folgt der Droste, stellt Neubaur klar, wie ein "Gentleman". Ein solcher Einstieg in das Buch wecke hinreichend Interesse, um die übrigen Texte auch gern zu lesen, die - ob nun biografischer oder interpretatorischer Natur - allesamt deutlich machten, wie modern die Droste war, vor allem aber, wie die Rezensentin beeindruckt feststellt, wie die Dichterin mit ihrer Sprache auch alles Nichtsprachliche zu fassen bekommen habe.
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