Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann und Maja Pflug. Wer lässt unschuldige Opfer töten als Ankündigung für weitere Anschläge? "Nennt mich Ismael", hieß es schon im "Moby-Dick" über jene Figur, die sich stets im Hintergrund hält und ihre Fäden im verborgenen spinnt?
Aufgepasst beim Lesen! Dieser Spionagethriller, warnt Tobias Gohlis, ist mit Anspielungen und Zitaten durchsetzt. Dazu geselle sich "schweres symbolisches Kaliber". Das Rätsel um Ismael, der dämonischen Macht, wird in zwei Entwicklungsstadien entfaltet, erzählt Gohlis: Auf der einen Seite ein ratloser Mailänder Inspektor zu Beginn der sechziger Jahre, andererseits das Weltmachtsstreben der US-Oligarchie im Jahre 2001. Die Spannung, so Gohlis, verliert sich im Verlauf des Romans etwas, die Verwicklungen werden aber offenbar nicht übersichtlicher. Der Leser verheddert sich jedenfalls schon in Gohlis' Inhaltsangabe. Er muss dem Rezensenten einfach glauben, dass dies ein "rasanter und komplexer Thriller" ist, mit dem sich der Autor in die Tradition der skeptischen Aufklärer einreiht. Oder auch nicht.
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