Hätten Sie gewusst, dass die Rezepte der beiden beliebtesten, identitätsstiftenden kulinarischen Genüsse der Franzosen - Baguette und Croissant - von einem Wiener Bäcker erfunden wurden? Oder, dass Champagnerschalen den Brüsten Marie Antoinettes ihre Form verdanken? Gregor Auenhammer hat sich auf die Suche nach dem unerwarteten, außergewöhnlichen Österreich gemacht und ist dabei auf Persönlichkeiten gestoßen, die alle Klischees überwanden und Großartiges hervorbrachten.Das Ergebnis ist eine lustvolle Auseinandersetzung mit dem typisch Untypischen in und aus Österreich. Auenhammer schreibt unerschrocken genauso über Hedy Lamarr wie über Felix Baumgartner und macht im Laufe seiner Porträts Entdeckungen, die man nicht für möglich gehalten hätte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2013
Michael Schrott nimmt Georg Auenhammers Österreich-Buch zum Anlass, über Vor- und Nachteile des "kotelettförmigen" Landes nachzudenken. Ist es wirklich so schlimm, wie der Autor uns glauben machen möchte? Beim Lesen möchte es Schrott so scheinen. Vom Operettenstaat ist da die Rede, von der Charakterlosigkeit der Österreicher, ihrer Xenophobie und ihrer Nationaltracht, der Niedertracht. Glücklicherweise schleicht sich in die Collage auch manches Loblied ein, wie Schrott erleichtert feststellt. Von Belang erscheint ihm die Erinnerung an die feministische Pionierin Mitsuko Aoyama, Ehefrau des Adeligen Coudenhove-Kalergi. Eine Japanerin allerdings. Über Schwarzenegger und Wiener Schnitzel, denkt Schrott, lässt sich allerdings trefflich streiten.
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