Alexander Cammann würdigt den "intellektuellen Lokalpatriotismus" der Württemberger, der zu so einer schönen Idee wie den "Spuren" geführt hat, auch wenn er sich ein wenig wundert, warum der Norden das Konzept nicht längst kopiert hat: die "Spuren" widmen sich berühmten oder vergessenen Autoren und einem Ereignis, das sie mit dem "Ländle" verbindet. In der hundertsten Ausgabe lautet das Thema "Sartre in Stammheim", wo der französische Philosoph Andreas Baader für ein Gespräch traf, berichtet der Rezensent. "Der Philosoph und der Terrorist" verstanden sich aber nicht gut, und das nicht nur wegen des Dolmetschers, weiß Cammann, der Sartres Kommentar gegenüber Daniel Cohn-Bendit auf der Rückfahrt bezeichnend findet: "Was für ein Arschloch, dieser Baader", zitiert der Rezensent.
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