Dieses Buch möchte ermutigen, indem es theologisch provoziert. Geschrieben wurde es für alle, die Verantwortung für ihre Kirche übernehmen wollen. Es wendet sich also an alle Getauften. In den gegenwärtigen Krisen der Kirche plädiert es für einen hoffnungsvollen Realismus.Die einzelnen Impulse des pointiert argumentierenden Bochumer Systematikers Günter Thomas fügen sich wie Puzzlestücke zu einem Bild: Gottes Lebendigkeit ernst nehmen; sich als Glaubende im Weltabenteuer Gottes entdecken; kühn anerkennen, in einer noch unerlösten Welt zu leben; und vor allem als Kirche mit Verwegenheit Glaube, Liebe und Hoffnung bezeugen. Denn darum geht es Gott bei seinem Weltabenteuer. Nur wenn Christen ihren speziellen Ort im Drama Gottes besetzen, kann sich eine doppelte Befreiung ereignen: die Befreiung von manischer Selbstüberschätzung ihrer öffentlichen Relevanz und die Befreiung von einer lähmenden Erschöpfungsdepression, die sich angesichts düsterer Zukunftsprognosen schleichend verbreitet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2021
Rezensent Reinhard Bingener empfiehlt das Buch des Theologen Günter Thomas allen, die an ein gesellschaftlich verankertes Christentum glauben. Thomas' Analyse des "Gegenwartchristentums" findet Bingener scharfsinnig und tiefblickend, weil der Autor auch die theologischen Voraussetzungen von Problemen untersucht, die das Christentum heute hat. Dass die Religion etwa gegen die täglich auf den Streamingdiensten verabreichten Mythen der Gegenwart unterliegt und ihr eigenes Wesen darüber aus dem Blick verlieren, ermittelt der Autor laut Bingener ebenso luzide wie er die unternehmerische Spezialisierung der Kirche anprangert.
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