Dieses leidenschaftliche Bekenntnis des Reformators steht im Mittelpunkt von Joachim Köhlers Biografie, die Luthers Entwicklung in drei Stadien - Bedrängnis, Befreiung und Bewahrung - darstellt. Sie zeichnet sowohl Luthers existenzielle Glaubenserfahrungen nach als auch die Anfechtungen psychologischer und politischer Art, mit denen er lebenslang zu ringen hatte.
Köhler schreibt uns Luther ins Herz, ohne den manchmal kleinlichen und irrenden zu beschönigen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016
Der hier rezensierende Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann kann dem Autor Joachim Köhler höchstens literarisches Talent attestieren. Sachkenntnis über Luther gesteht er dem Wagnerforscher nicht zu. Das aufdringliche, affirmative Pathos des Buches hält er höchstens eines Glücksritters für würdig, der seinem Ärger Luft macht, unter Historikern bloß als Anti-Experte Beachtung zu finden. Frei von Bezügen zu verlässlichen Textausgaben, meint Kaufmann, stellt uns der Autor zwar einen zeitgemäßen Luther vor, der auch schon mal krachen lässt, doch dieses "Reheroisierungsprogramm für Pluralisierungsmüde" verfängt beim Rezensenten überhaupt nicht.
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