Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2001
Den eigentlichen Sinn des Buches, sieht Friedmann Harzer in dem Versuch, "Opfern die eigene Stimme zurückzugeben" und sie derart zugleich als "Subjekte und Individuen" zu zeigen. Dem Autor gelinge das durch die Rekonstruktion der Lager-Musik, von Märschen und Volkliedern, aber auch des "selbstbestimmten Musizierens" der Häftlinge. Staunen macht den Rezensenten die hier erstmals aufgezeigte Vielfalt, die Musik im KZ erlangen konnte, und ihre historische Bedeutung im Lageralltag. Mit ihren minutiösen, aus Briefen, Tagebüchern, Interviews, aus Fotografien, Zeichnungen und Partituren hervorgegangenen Rekonstruktionen und mit ihrer Biblio- und Mediografie, stellt die Arbeit für Harzer eine Grundlage für künftige Forschungen dar.
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