Aus dem Niederländischen von Sylke Hachmeister. Wie ein kleiner Spatz die Welt verändert! Ein Kinderbuch-Kleinod von Guus Kuijer Eigentlich ist es ein ganz gewöhnlicher Tag, und eigentlich ist Florian ein ganz gewöhnlicher Junge. Bis sich mit einem Mal ein kleiner Spatz auf seinen Kopf setzt! Jetzt erklärt ihm Katja aus seiner Schule, dass sie in ihn verliebt ist - und Florian bekommt ein Kribbeln im Bauch. Und dann lernt er die alte Frau Raaphorst kennen, die ihren Hausschlüssel vergessen hat. Das ist an sich nicht schlimm, doch Florian verwiirt, dass sie zu dem Schlüssel "Gabel" sagt. Er beschließt mit Katja, der alten Dame zu helfen. Ziemlich viel für einen gewöhnlichen Tag - und noch ist es nicht Abend! Eine wunderbare Geschichte vom Verstehen, Vergessen und Verlieben.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 22.03.2007
Der Niederländer Guus Kuijer hat einmal mehr einen ganz besonderen Helden erschaffen, schwärmt Franz Lettner. Diesmal handelt es sich um den rothaarigen Florian Knol, der sich über eine besondere Begabung auf dem Gebiet des Denkens und der Sprache glücklich schätzen kann. Und mit ihm seine Leser, denn diese nimmt Florian mit auf seine Expeditionen in die gefühlte, gedachte und gesprochene Welt. Da kann es schon mal passieren, dass er vor lauter Liebe zum Wort nicht das passende findet, oder mit einem Spatz auf dem Kopf ganz einfach abhebt, weil ihn soeben ein Mädchen vielleicht geküsst hat. Nur gut, dass sein Schöpfer auf dem Boden bleibt, denn diesem gelinge es wie keinem anderen, über die "Gefühls- und Gedankenwelt von Kindern zugleich so einfach und so tiefgründig zu schreiben", denkt Franz Lettner.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2007
Die Geschichte eines hochbegabten Zehnjährigen zu erzählen, ohne diesen als Langweiler, Streber oder Feigling darzustellen, hält Eva-Maria Magel für nichts weniger als ein "Kunststück". Kunstfertig ist auch die Struktur. In die äußere Handlung, die ein paar anstrengende Tage im Leben des Protagonisten Florian umfasst, in denen er unter anderem mit einer an Alzheimer leidenden Dame zu tun hat, sind Gespräche, Gedanken oder Listen eingefügt. Einige Sätze "tauchen auf wie U-Boote" und veranschaulichen dem Rezensenten erfolgreich, wie es im Kopf eines regen Zehnjährigen aussehen muss. Präsentiert mit einem Sinn für Melancholie, Wut, aber auch Ironie und einer "zärtlichen Liebe zu allem, was komisch ist, ohne böse zu sein", wird Guus Kujiers Roman für Magel zu einer eindeutigen Empfehlung.
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