Bart Moeyaert

Brüder

Der Älteste, der Stillste, der Echteste, der Fernste, der Liebste, der Schnellste und ich (Ab 6 Jahre)
Cover: Brüder
Carl Hanser Verlag, München 2006
ISBN 9783446207905
Gebunden, 168 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler. Sieben Brüder graben gefährliche Höhlen, spielen mit Feuer und probieren, ob unter die Achseln geklemmte rohe Zwiebeln wirklich so krank machen, dass man am nächsten Tag nicht in die Schule muss. Manchmal darf Bart, der Kleinste, nicht mitmachen, dann ist er sauer. Aber meistens sind die Brüder wie Freunde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006

Nicht Geringeres als die Kindheit zwischen zwei Buchdeckeln hält Monika Osberghaus da in Händen. Dass es möglich ist, Erinnerungen an eine geschwisterreiche Kinderstube "mit dem Körper" zu speichern, hätte sie auch nicht für möglich gehalten - bis jetzt. Derart traumwandlerisch kommen ihr Bart Moeyaerts Geschichten vor, dass sie rät, sie laut vorzulesen, damit der junge Leser nicht vorschnell die Lust verliert, bloß, weil es in ihnen keine Linearität oder "Helden mit Vornamen" gibt. Jammerschade wäre das, meint Osberghaus, die "Aha-Erlebnisse" (über Zeit und Raum etwa) wie die in diesem Buch schlummernden für absolut selten hält.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006

Die Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel ist doppelt entzückt von Bart Moeyaerts Kindheitserinnerungen und Mirjam Presslers deutscher Übersetzung, aber sie hatte auch nichts anderes erwartet. Der Ich-Erzähler, so die Rezensentin, ist der Jüngste von sieben Brüdern und etwas Besonderes, weil der belgische König wie bei jedem siebten Kind sein Taufpate ist, was seine Brüder mit Stolz und Eifersucht erfüllt. Humorvoll und poetisch erzähle Moeyaerts eine Kindheit auf dem Lande und wie aufregend das Alltägliche sein kann, wenn man es mit Geschwistern teilt. Da Geschwister hierzulande eher selten geworden sind, wie die Rezensentin nebenbei bemerkt, dürfte die Lektüre viele kleine Leser und ihre Eltern nicht nur begeistern, sondern auch ein wenig mit Wehmut erfüllen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 03.08.2006

Die "wahren" Geschichten aus der Kindheit des inzwischen 42-jährigen Bart Moeyaert drehen sich um sieben Brüder, von welchen der Autor der Jüngste ist, wie Konrad Heidkamp informiert. Die meist nur wenige Seiten langen Miniaturen erzählen von scheinbar unspektakulären Momenten, in denen sich doch zugleich das Abenteuerlichste ereignet, wie die Transformation eines Heizungskessels in ein wildes Tier oder die Schrumpfung eines Hauses durch die große Frau Stevens. Keine große Action also, sondern genaue und poetische Augenblicke, beherrscht von der Kunst des Weglassens und vom Autor so zeitlos erzählt, dass Heidkamp den "Brüdern" die Lizenz für alle Altersgruppen erteilt.

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