Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer. Eine Geschichte der Sprache, erzählt von einem renommierten Linguisten. Guy Deutscher zeigt, wie aus einfachen Lauten die ausgeklügelten Grammatiken, enormen Vokabularien und komplexen Bedeutungszusammenhänge von heute wurden."Die Sprache ist die größte Erfindung der Menschheit - obwohl sie natürlich nie erfunden wurde." Mit diesem Satz beginnt Guy Deutscher seine Weltgeschichte der Sprache. Humorvoll vermittelt er die neuesten Erkenntnisse der Sprachforschung und beschreibt die enge Verknüpfung von Zerstörung und Kreation im Sprechen. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt der Autor, wie eine Sprache zu komplexen Strukturen heranwachsen und auch wieder zerfallen kann. Nebenbei beantwortet Deutscher auch noch Fragen wie: Warum haben die meisten Sprachen kein Verb für"haben"? Warum ist das deutsche"Mädchen"ein Neutrum und die deutsche"Rübe"feminin? Und warum scheinen Türken rückwärts zu sprechen?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.02.2009
Thomas Steinfeld berichtet sehr enthusiastisch von dieser Sprachgeschichte Guy Deutschers, von der er hofft, dass sie das Mauerblümchendasein der Linguistik bei einem breiteren Publikum beenden kann. Der Rezensent rät, sich nicht, vom "albernen" Titel der deutschen Ausgabe abhalten zu lassen, denn das Buch tauge zum "Grundbuch" der Linguistik. Die Hauptthese des israelischen, heute an der Universität Leiden lehrenden Linguisten beinhaltet, dass sich Sprache aus den drei Prinzipien der Ökonomie, der Expressivität und der Konformität entwickelt und verändert, erklärt Steinfeld interessiert. Und wenn er auch die "Leichtigkeit", die das Buch prägt, ein wenig gezwungen findet, weiß er doch zu schätzen, dass Deutscher sich bemüht, die Linguistik, die heute außerhalb akademischer Kreise so gut wie gar nicht mehr wahrgenommen wird, wieder einem größerem Leserkreis zugänglich zu machen.
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